1. Alkohol kann die Wirkung vieler Medikamente verstärken oder abschwächen.
2. Einnahme nur mit Wasser, außer ausdrücklich anders verordnet.
Grapefruit blockiert bestimmte Enzyme in der Leber (CYP3A4), die viele Medikamente abbauen.
Folge: Der Wirkstoff bleibt länger im Blut – es kann zu Überdosierungen kommen.
Am sichersten ist die Einnahme ohne Grapefruit oder Grapefruitsaft.
3. Flohsamen
mindestens 1-2 Stunden vor oder nach der Medikamenteneinnahme .
Grund: Flohsamen können die Aufnahme einiger Medikamente verringern.
4. Milchprodukte + bestimmte Antibiotika
Calcium aus Milchprodukten kann mit folgenden Antibiotika schwerlösliche Komplexe bilden:
Wirkstoffe: Ciprofloxacin, Norfloxacin, Doxycyclin, Minocyclin, Levofloxacin, Ofloxacin, Tetracyclin,…
Beispiele Handelsnamen: Pylera, Skid.
Folge: Das Antibiotikum kann kaum bis gar nicht wirken.
Tipp:
- Mindestens 2 h Abstand zu Milch, Joghurt & Co einhalten.
- Milchersatzprodukte wie Hafermilch oder Mandelmilch sind in der Regel unproblematisch, da ihr Calciumgehalt natürlicherweise gering ist. (🠦 Auf zugesetzten Calcium achten).
5. Blutverdünner
Einige Blutverdünner können in ihrer Wirkung abgeschwächt werden, wenn man zu viel Vitamin K aus grünem Gemüse wie Spinat, Brokkoli oder Grünkohl zu sich nimmt.
Beispiele Handelsnamen: Marcumar, Phenprocoumon, Falithrom
Tipp: Nicht vermeiden! Eine gleichbleibende Vitamin-K-Zufuhr sorgt für stabile Blutgerinnungswerte und verhindert Schwankungen der Wirkstoffwirkung.
6. Schilddrüsenhormone
Einnahme auf nüchternen Magen optimiert die Aufnahme des Wirkstoffs und damit die Wirksamkeit des Medikaments.
Grund: Nahrungsmittel wie Calcium, Kaffee oder Getreide können die Wirkung verringern.
Tipp: Mindestens 30-60 Minuten vor dem Frühstück einnehmen.
7. Eisenpräparate
Kaffee, Tee, Milchprodukte, Getreideprodukte, Nüsse, Samen oder ballaststoffreiche Lebensmittel können Eisen binden oder seine Aufnahme deutlich verringern.
Auch viele Medikamente oder Mineralstoffpräparate ( z.B. Calcium, Magnesium oder Zink) können die Wirkung abschwächen.
Daher ist – je nach verordnetem Medikament – ein Einnahmeabstand von etwa 2-3 h sinnvoll.
Tipp: Eisen morgens nüchtern, etwa 1 h vor dem Frühstück, zusammen mit Vitamin C einnehmen ( z.B. ein kleines Glas Orangensaft). Vitamin C verbessert die Aufnahme deutlich.
Einige Eisenpräparate lösen sich erst im Dünndarm auf und nicht bereits im Magen.
Diese Formen können oft besser verträglich sein, insbesondere wenn Magenbeschwerden auftreten.