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Wechselwirkungen auf dem Teller

Wie du deine Lebensmittel mit deinen Medikamenten kombinierst, entscheidet oft über den Therapieerfolg. Hier sind einige wichtige Interaktionen aus der Apothekenpraxis, die du kennen solltest.

Alkohol

Alkohol kann die Wirkung, aber auch die Nebenwirkungen von fast allen Medikamenten unvorhersehbar verstärken oder massiv abschwächen.

Grapefruit und Grapefruitsaft

Grapefruit blockiert bestimmte Enzyme in der Leber und im Darm (insbesondere CYP3A4), die für den Abbau vieler Medikamente zuständig sind.

Der Wirkstoff verbleibt viel zu lange und hochkonzentriert im Blut. Es drohen Überdosierungen.

Flohsamen und Flohsamenschalen

Flohsamen besitzen eine enorme Quellkraft und können die Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten im Darm blockieren.

Milchprodukte und bestimmte Antibiotika

Das Calcium aus Milchprodukten kann im Magen-Darm-Trakt mit bestimmten Antibiotika schwerlösliche Komplexe bilden. Das gilt auch für Mineralstoffpräparate (Magnesium, Calcium, Eisen, Zink) und Antazida, also Mittel gegen Sodbrennen.

Betroffene Wirkstoffe: Ciprofloxacin, Norfloxacin, Levofloxacin, Ofloxacin, Doxycyclin, Minocyclin und Tetracyclin. Bekannte Präparate sind etwa Pylera oder Skid.

Das Antibiotikum kann kaum bis gar nicht wirken.

Blutverdünner und grünes Gemüse

Ältere Generationen von Blutverdünnern (Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar, Phenprocoumon oder Falithrom) können in ihrer Wirkung abgeschwächt werden, wenn plötzlich große Mengen Vitamin K verzehrt werden.

Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin)

Nahrungsmittelbestandteile wie Calcium, Ballaststoffe aus Getreide oder auch Kaffee können die Aufnahme im Darm verringern.

Eisenpräparate

Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Milchprodukte, Getreide, Nüsse, Samen oder ballaststoffreiche Lebensmittel können Eisen binden und seine Aufnahme deutlich verringern. Auch einige Medikamente und Mineralstoffpräparate mit Calcium, Magnesium oder Zink können die Wirkung abschwächen.

Bisphosphonate (Alendronat, Risedronat)

Bisphosphonate werden ohnehin nur zu einem sehr geringen Anteil im Darm aufgenommen. Calcium, Magnesium, Eisen, Milchprodukte, Kaffee oder Mineralwasser mit hohem Mineralstoffgehalt können diese geringe Aufnahme zusätzlich fast vollständig blockieren.

Das Medikament kann kaum bis gar nicht wirken, mit direkten Auswirkungen auf den Knochenaufbau, dem eigentlichen Behandlungsziel.