Informationen
Ernährungsmedizinische Begleitung und Pflanzenkräfte
Viele Kräuter, Gewürze, Samen und Beeren enthalten hochwirksame Substanzen, die deine Gesundheit unterstützen können, wenn du sie regelmäßig als Gewürz, als Tee oder etwa im Müsli und Joghurt verwendest. Einige besonders wirkungsvolle Beispiele aus der Natur.
Chili
Enthält insbesondere Capsaicin, das für die Schärfe sorgt, und Vitamin C. Kann durchblutungsfördernd, leicht stoffwechselanregend, antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
Datteln
Reich an Ballaststoffen, B-Vitaminen und Mineralstoffen. Die natürliche Süße stammt von Fruktose, deshalb in Maßen genießen. Datteln enthalten unter anderem Tryptophan und Polyphenole, die einen gesunden Schlaf unterstützen können, und liefern schnell verfügbare Energie, etwa nach dem Sport.
Kakao
Rohkakao enthält vor allem wertvolle Flavanole und Polyphenole, aber auch Tryptophan und Theobromin, und ist eine Quelle für Magnesium, Kalium und Eisen. Zellschützende, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften, mit möglichen positiven Effekten auf Herzgesundheit und Cholesterinwerte.
Knoblauch und Zwiebeln
Zwiebeln enthalten antioxidatives Quercetin und weitere Schwefelverbindungen wie Isoalliin, mit möglicher entzündungshemmender, antioxidativer, antibakterieller und gefäßschützender Wirkung. Knoblauch liefert zusätzlich Allicin und kann unterstützend blutdrucksenkend, cholesterinsenkend, antibakteriell, antiviral und pilzhemmend wirken.
Kümmel
Hauptwirkstoff ist Carvon, mit krampflösenden, blähungslindernden, verdauungsfördernden, entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Hilft bei Völlegefühl, Reizdarm und Magen-Darm-Beschwerden.
Kürbiskerne
Reich an Magnesium, Zink, Eisen, Eiweiß und gesunden Fettsäuren. Enthalten Tryptophan, eine Vorstufe des Glückshormons Serotonin.
Kurkuma und Ingwer
Kurkuma enthält insbesondere Curcumin, das entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und zellschützende Effekte zeigt. Es kann chronische Entzündungen lindern, bei Gelenkbeschwerden helfen, regulierend auf die Verdauung wirken, Blähungen und Verstopfung lindern und bei entzündlichen Darmbeschwerden unterstützen.
Ingwer enthält Gingerole und Shogaole und kann zusätzlich bei Übelkeit und Atemwegsinfekten helfen.
Leinsamen
Reich an Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen. Verdauungsfördernd und stuhlregulierend, cholesterinsenkend, entzündungshemmend, mit positivem Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Petersilie
Reich an Vitamin C, enthält auch Vitamin K, Eisen und Folsäure. Entzündungshemmende, entwässernde und entgiftende Eigenschaften. Kann die Verdauungssäfte anregen und damit die Verdauung fördern.
Pfefferminze
Enthält Menthol und wirkt hauptsächlich krampflösend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, daneben etwas antibakteriell. Kann bei Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Reizdarm und Erkältungen helfen.
Schwarzer Pfeffer
Enthält unter anderem Piperin, mit verdauungsförderndem, entzündungshemmendem, antioxidativem und appetitanregendem Einfluss. Verbessert die Aufnahme anderer Wirkstoffe, etwa von Curcumin.
Schwarzer Sesam
Sehr nährstoffreich, kann bei der Blutdruckregulation unterstützend wirken.
Schwarzkümmel
Enthält unter anderem Thymochinon, mit möglicher antioxidativer, entzündungshemmender, antimikrobieller und pilzhemmender Wirkung. Kann das Immunsystem stärken, bei Atemwegsbeschwerden hilfreich sein und Blutzucker- und Cholesterinwerte positiv beeinflussen.
Sesam
Reich an Calcium, Eisen, Selen, B-Vitaminen, Magnesium, Zink und gesunden Fettsäuren. Kann antioxidativ, entzündungshemmend, cholesterinsenkend und verdauungsfördernd wirken, unterstützt Knochen und Nerven und stärkt das Immunsystem.
Thymian und Rosmarin
Thymian enthält unter anderem Thymol, Rosmarin liefert Rosmarinsäure und Carnosol. Beide haben entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antibakterielle Eigenschaften.
Zimt
Enthält Zimtaldehyd, Polyphenole und Antioxidantien. Kann entzündungshemmend und antimikrobiell wirken und zudem den Blutzuckerstoffwechsel und die Verdauung positiv beeinflussen.
Nahrungsergänzungsmittel
Multivitaminpräparate können schnell zu Überdosierungen führen und Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen. Pflanzliche Wirkstoffe wie Curcumin oder Ashwagandha sind nicht automatisch harmlos, in Einzelfällen wurden unter hochdosierten Präparaten Leberschäden beschrieben. Algenprodukte wie Nori-Blätter oder Wakame können stark schwankende, manchmal sehr hohe Jodgehalte aufweisen, die insbesondere bestehende Schilddrüsenerkrankungen beeinflussen können.
Es gilt der Grundsatz: Supplementierung nur bei gesicherter medizinischer Indikation oder nachgewiesenem Mangel, idealerweise in Absprache mit medizinischem Fachpersonal.
Praktische Tipps für den Alltag
Kurkuma-Mischung: Täglich eine Messerspitze Kurkuma mit einem halben Teelöffel Olivenöl und einer Prise schwarzem Pfeffer in den Salat, die Suppe oder das Frühstück rühren.
Saatenmischung: Einen Teil Sesamsamen, einen Teil Sonnenblumenkerne, einen Teil Kürbiskerne und zwei Teile ganze Leinsamen in einem Glas mischen. Morgens je nach Verträglichkeit etwa einen Esslöffel davon frisch mahlen und ins Frühstück geben, in Rührei, Müsli oder Porridge. Ausreichend dazu trinken.
Sättigung: Nach Möglichkeit zu jeder Mahlzeit Proteine und Ballaststoffe kombinieren. Das kann den Blutzucker stabilisieren und für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Dazu täglich eine Handvoll Nüsse oder Samen.
Verdauung: Einige Menschen berichten, dass sie Obst tagsüber besser vertragen, vor allem bei empfindlicher Verdauung.